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Erinnerungen einer Fehntjerin

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Moin

 

 

Ich, Elma Hoek, geborene Schier, bin 1930 in Ostrhauderfehn auf die Welt gekommen, wo ich auch meine Kindheit und Jugend verbrachte.

Später zog ich mit meiner Mutter nach Rhaudermoor, lernte dort meinen damaligen Mann kennen und lebe bis heute dort, wenn ich nicht gerade in Paraguay bin.

Der Verein „Overledinger Geschichte“ merkt an: 

„Der Grundgedanke ist es, dass die Geschichte einzelner Personen oder Gruppen immer im Zusammenhang mit ihrem Umfeld, mit den sozialen Bedingungen, gesehen werden muss. [...]“. 

Meine Vorfahren waren Ostfriesen, seit vielen Generationen.

Meine Mutter, Gesine Sinning, ist in Ostrhauderfehn, mein Vater,

Cornelius Schier, in Westrhauderfehn geboren.

Mit meinen fast 95 Jahren habe ich somit einen Großteil der Höhen und Tiefen des 20. Jahrhunderts in diesen beiden Orten miterlebt. Durch viele Erzählungen meiner Mutter und meiner Großeltern reichen die „Familienerinnerungen“ bis in das 19. Jahrhundert zurück.

Im Sinne des weiter oben zitierten Grundgedankens möchte ich durch das Erzählen meiner Erinnerungen, durch das Veröffentlichen von Fotografien, Filmen und anderen Zeitdokumenten meinen Beitrag dazu leisten, ein Stück Heimatgeschichte zu bewahren.

Möge meine Internetpräsentation dazu beitragen, meine Erinnerungen so zu vermitteln, dass viele – besonders junge - Menschen animiert werden, ihre eigenen Wurzeln zu erkunden und ihre Muttersprache zu bewahren.

 

Früher wurde das Wissen über die Vergangenheit von den Älteren an die nächste Generation weitergegeben. Vermeintlicher Zeitmangel und der Wegzug der „Jungen“ in andere Städte/Länder haben dazu geführt, dass Vieles davon verlorenging. Nutzen wir das Internet, um unsere Puzzleteile wieder zusammenzufügen!

 

Ich habe Zeit!

Ich habe viel zu erzählen!

Deshalb freue ich mich auf einen regen Austausch mit den Lesern und Zuhörern meiner Beiträge!

Nehmt gerne Kontakt zu mir auf!

 

Herzlichst,

Elma Hoek

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden,
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Hermann Hesse

 
 
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